Festung Thyboron

  • Thyboron
  • 1:30 Stunden
  • Deutsch

Der Bunker zeigt eine neue Ausstellung über Thyborøn während des Zweiten Weltkriegs, zeigt aber auch die Geschichte der Funktion des Bunkers während des Kalten Krieges. Die Tour zeigt auch Widerstandsgeschichten aus dem Zweiten Weltkrieg, die noch relativ unbekannt sind. Einschließlich der Nordsee-Aktion, bei der es sich um eine große und sehr gefährliche Waffenschmuggeloperation handelte, an der die Fischer von Thyborøn im Frühjahr 1945 beteiligt waren. Hinzu kommt die Geschichte der schwierigen Bedingungen der Fischerei während des Krieges.

Die Geschichte von Thyborøn während der Besatzung ist jedoch auch die Geschichte ganz gewöhnlicher Menschen, nämlich Dänen und Deutsche, die sich mitten im Krieg getroffen haben.

Einer der größten Bunker der Festung Thyborøn wurde ursprünglich 1944 als Kommandozentrale der Marine errichtet. Die Festung Thyborøn war eine der wichtigsten und größten Anlagen der Deutschen an der Westküste Jütlands und besteht aus 106 Bunkern.

Nach dem Krieg wurde der große Bunker während des Kalten Krieges als Überwachungszentrum für die Marine Home Guard eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Thyborøn äußerst interessant, wo der neue Feind die Russen und die damalige Sowjetunion waren. Von dem nun vollständig renovierten und neu dekorierten Bunker aus überwachte die Marine Home Guard die Einfahrt zum Limfjord im Hafen von Thyborøn.

Überwachung der Einfahrt nach Limfjorden

Die Überwachung der Zufahrt zum Limfjord wurde jedoch bis 2015 fortgesetzt, wobei der Schwerpunkt auf zivilen Aufgaben lag. Danach wurde der Bunker von der Maritime Historical Society in ein Museum des Kalten Krieges umgewandelt.

Russische Schiffe kamen bei ihrer Spionagearbeit in mehreren Fällen der Westküste Jütlands sehr nahe. Dies waren russische Spionageschiffe, die als Trawler getarnt waren und in einem Fall auch bis in den Limfjord selbst segelten. Auf diese Weise wurde Thyborøn zum Schauplatz der internationalen Geheimdienstarbeit.

Thyborøn war jedoch auch die Kulisse für eine hervorragende nachrichtendienstliche Arbeit während des Zweiten Weltkriegs.

Dabei handelte es sich um den Doppelagenten Poul Morell Nielsen, der als Architekt für die Deutschen an deren Bunkerbau arbeitete, aber gleichzeitig alles, was er über die deutsche Verteidigung wusste, an die Alliierten weitergab.

Der Architekt hinter der einzigartigen Tarnung der Bunker in Thyborøn war Poul Morell Nielsen. Seine hochgenauen Zeichnungen der deutschen Einrichtungen gelten immer noch als einige der besten und genauesten nachrichtendienstlichen Arbeiten, die in Europa während des Zweiten Weltkriegs geleistet wurden. Morells Deckname war Turtle Spy.

In Thyborøn fanden jedoch während der Besatzung andere Widerstandsaktionen gegen die Deutschen statt

Lokale Fischer halfen im Frühjahr 1945 in einer großen und hochgefährlichen Aktion beim Waffenschmuggel über die Nordsee.

Das Fischen entlang der Westküste war während des Zweiten Weltkriegs aufgrund der vielen Seeminen in der Nordsee sehr gefährlich. Hinzu kamen sowohl deutsche als auch englische Angriffe auf dänische Fischkutter. Tatsächlich betrachteten die Engländer während der Besetzung Dänemarks dänische Fischkutter als legitime militärische Ziele.

Praktische Informationen

  • Der Führer ist ausgebildeter Historiker und hat mehrere Jahre Erfahrung darin, die Geschichte der Bunker entlang der Westküste Jütlands zu erzählen.
  • Bei schlechtem Wetter ist es meistens möglich, die meiste Zeit drinnen zu sein.

Standort

7680 Thyboron

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Historieguiden Vestkysten

Louise Hyldal, Historieguiden Vestkysten

Jeg er uddannet cand.mag. i historie og tysk, og synes derfor, at det er enormt spændende at formidle historie for alle. Ikke mindst tysk historie specielt omkring 2. verdenskrig som jeg har arbejdet en hel del med. Dette passer…

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